Aspirin (Acetylsalicylsäure)
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure
Acetylsalicylsäure (ASS, bekannt als Aspirin) ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum mit schmerzstillender, fiebersenkender und entzündungshemmender Wirkung. In niedriger Dosierung (z. B. 100 mg) hemmt es die Blutplättchen und wird zur Sekundärprävention von Herzinfarkt und Thrombose eingesetzt.
Wichtige Warnhinweise
- ✕Reye-Syndrom: Bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung anwenden, da die Gefahr eines lebensbedrohlichen Reye-Syndroms besteht
- ✕Erhöhtes Blutungsrisiko, auch vor Operationen; nicht ohne Rücksprache mit anderen NSAR oder Blutverdünnern kombinieren
- ✕Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen
- ✕Die kardiologische Low-Dose-Anwendung (z. B. 100 mg) ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und Diagnose
- ✕Im letzten Schwangerschaftsdrittel (analgetische Dosis) kontraindiziert
Anwendungsgebiete & Nutzen
Wofür dieses Medikament häufig eingesetzt wird
- Schmerzen
- Fieber
- Migräne
- Sekundärprävention von Herzinfarkt und Thrombose (Low-Dose)
Dosierung & Anwendung
Typische Dosierung
Erwachsene (Schmerzen/Fieber): 500 mg als Einzeldosis, bei Bedarf alle 4–8 Stunden; maximale Tagesdosis 3.000 mg. Zur Sekundärprävention von Herzinfarkt/Thrombose (Low-Dose): 100 mg einmal täglich als Dauerbehandlung – ausschließlich nach ärztlicher Verordnung, nicht zur Selbstmedikation. Quelle: Gelbe Liste (Wirkstoff Acetylsalicylsäure, Fachinformationsangaben).
Anwendungshinweise
Tabletten mit reichlich Flüssigkeit, möglichst zu oder nach einer Mahlzeit einnehmen, um Magen-Darm-Beschwerden zu verringern. Bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur nach ärztlicher Anweisung (Reye-Syndrom-Risiko).
Aufbewahrung
Für Kinder unzugänglich aufbewahren; die Lagerungshinweise auf der jeweiligen Packung/Gebrauchsinformation beachten.
Mögliche Nebenwirkungen
Nicht jeder erlebt diese Nebenwirkungen. Bei anhaltenden Symptomen konsultieren Sie Ihren Arzt.
- Gastrointestinale Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall
- Erhöhte Blutungsneigung; Magen-Darm-Blutungen
- Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. durch Salicylate ausgelöste Asthmaanfälle, Hautreaktionen)
Wechselwirkungen
Dieses Medikament kann mit folgenden Substanzen interagieren
Gegenanzeigen
Verwenden Sie dieses Medikament nicht, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben
- ✕Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure oder andere Salicylate
- ✕Durch Salicylate ausgelöste Asthmaanfälle in der Vorgeschichte
- ✕Akute Magen-Darm-Geschwüre
- ✕Erhöhte Blutungsneigung / Blutgerinnungsstörungen
- ✕Schwere Leber- oder Niereninsuffizienz
- ✕Letztes Drittel der Schwangerschaft (analgetische Dosierung)
Schwangerschaftskategorie
Analgetische Dosis: nur Mittel der 2. Wahl bis Schwangerschaftswoche 28; ab Woche 28 (letztes Trimenon) kontraindiziert (Risiko für vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus und fetale Nierenschädigung). Eine ärztlich indizierte Low-dose-Behandlung (z. B. zur Präeklampsie-Prophylaxe) kann in der gesamten Schwangerschaft durchgeführt werden. In der Stillzeit ist gelegentliche Einnahme akzeptabel, Paracetamol und Ibuprofen sind vorzuziehen (Quelle: embryotox.de).
Kurzinformation
Handelsnamen
Wirkstoffe
Verfügbare Formen
Kategorie
Häufig gestellte Fragen
Quellen
- 1Gelbe Liste: Acetylsalicylsäure (Wirkstoff), inkl. Fachinformationsangaben zu Dosierung und Wechselwirkungen www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Acetylsalicylsaeure_41
- 2Embryotox, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Acetylsalicylsäure www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/acetylsalicylsaeure
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Medizinischer Hinweis: Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken und sollten nicht als Ersatz für professionelle medizinische Beratung verwendet werden. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.